Grußwort des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma

ImageAm Elften im Elften ist es wieder so weit: Der Kölner Karneval startet in eine neue Session. Viele spannende und aufregende Tage, die von Stimmung und Fröhlichkeit – kurzum dem „Spaß an d´r Freud“ - geprägt sind, liegen vor den Karnevalisten und alle freuen sich auf den Höhepunkt der närrischen Zeit, den Rosenmontag, wenn sich der närrische Lindwurm wieder durch unsere Straßen windet.

Tausende von Jecken werden dann den Zugweg säumen und auf die Wagen warten. Und diese sind - natürlich wie jedes Jahr - wieder voll beladen: mit Strüssjer und Kamelle. Einige davon werden sich jedoch von den Schokoladenriegeln, Gummitierchen und Waffeln, die bisher unters närrische Volk gebracht wurden, unterscheiden, denn die Kampagne „Jecke Fairsuchung“, die sich für fair gehandeltes Wurfmaterial im Karneval einsetzt, hat in unserer Rheinmetropole mittlerweile viele Freunde und Unterstützer gefunden. Auch ich finde diese „jecke“ Idee eine wichtige und gelungene Sache und habe daher gerne die Schirmherrschaft übernommen.

Keine Frage, Karneval steht für Heiterkeit, doch wir alle wissen, dass es auch Schattenseiten auf der Welt gibt. Millionen von Menschen leben weltweit unterhalb der Armutsgrenze. Kinder müssen schon frühzeitig für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufkommen und dies zu Dumpinglöhnen. Und hier setzt die Arbeit der „Jecken Fairsuchung“ an. Sie appelliert an das Bewusstsein für Fairness gegenüber Dritte Welt Ländern und unterstützt durch ihre Arbeit gleichzeitig soziale Projekte in Afrika und Lateinamerika.

Als Oberbürgermeister der Karnevalshochburg Köln und Schirmherr wünsche ich der Kampagne „Jecke Fairsuchung - Faire Kamelle im rheinischen Karneval" viel Erfolg und hoffe, dass sich zahlreiche Karnevalsgesellschaften, Vereine, Gruppen und Schulen für diese gute Idee begeistern, so dass das langfristige Ziel der Kampagne, einen Anteil von zehn Prozent am gesamten Wurfmaterial im Straßenkarneval zu bekommen, auch baldmöglichst erreicht werden kann.

Fritz Schramma, Oberbürgermeister der Stadt Köln

 

Grußwort von Fernsehmoderator Jean Pütz, Schirmherr der Kampagne:

ImageMein Vater war in der Session 1936/37 Jungfrau, als ich geboren wurde. Da kann und will ich mich dem Karneval nicht entziehen. An meinen kleinen Sohn habe ich diesen "Bazillus Karnevalensis" weitergereicht. Beim Rosenmontagszug stehen wir gemeinsam am Straßenrand und sammeln fleißig Kamelle. Meinem Wunsch nach könnte es ein bisschen weniger sein, qualitativ dafür aber umso mehr. Die Produkte der Kampagne "Jecke Fairsuchung" sind durchweg von bester Qualität und Geschmack und zum größten Teil aus Bio-Anbau. Die Idee der "Fairen Kamelle" finde ich super. Frohsinn und Fairness gehören einfach zusammen.

Denn wir können nicht nach dem Motto leben, nach uns die Sintflut. Wenn wir uns nicht um die Menschen in der dritten Welt kümmern, dann wird das zurückschlagen. Ich bin ein radikaler Humanist und kann es nicht ertragen, dass Menschen zur Ware oder versklavt werden, indem man sie ausbeutet.

Ab sofort rufe ich daher nur noch: "Faire Kamelle, bitteschön!"
Machen Sie es genauso!

Ihr Jean Pütz



Grußwort der "Kölner Tatort-Kommissare":

Image Allein auf den Philippinen gibt es ca. 100.000 Kinderprostituierte, weltweit über eine Million. Armut ist die Hauptursache für die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Der Kinderhandel ist wohl organisiert. Dorfkinder werden in das Sexgewerbe gelockt, wenn die Familien wegen der zunehmenden Verarmung in die Slums der Städte ziehen. Ungerechter Welthandel und Ausbeutung verschärfen heute die weltweite Armut.

Der Faire Handel ist eine wichtige Möglichkeit, um zu verhindern, dass Kinder in die Prostitution gelangen oder als Straßenkinder ihr Dasein fristen. Die Bauernfamilien können ihren Lebensunterhalt auf dem Land verdienen und zu so viel "Wohlstand" gelangen, dass ihren Kindern ein sicheres Aufwachsen und der Besuch einer Schule möglich wird.

Wir setzen uns mit unserem Verein "Tatort: Straßen der Welt" aktiv gegen sexuelle Ausbeutung und Gewalt gegen Kinder ein. Daher unterstützen wir ausdrücklich das Engagement der Kampagne "Jecke Fairsuchung", auch im Karneval ein Problembewusstsein über die Lebenssituation in Entwicklungsländern zu schaffen. Mit dem Vertrieb von "Fairen Kamellen" unterstützt die Kampagne sehr wichtige Projekte und trägt zum Kampf gegen die Armut bei.

Unser Appell an alle Karnevalsaktivisten:
Bestellen Sie einen Teil ihres Wurfmaterials aus Fairem Handel - damit nicht noch mehr Straßen der Welt zum Tatort der Armut werden!

Ihr Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt


Sponsoren
Stadtwerke Brühl
Wolfgang Scheible
Walter Nürnberg